Fast fünf Jahrzehnte aktiv für den Wald  

Umwelt Von Extern | am Mo., 06.01.2020 - 15:34

SELLHORN. Nach achtundvierzig Jahren im Dienst des Waldes ist Forstwirtschaftsmeister Günter Witte (63) zum ersten Januar dieses Jahres in den Ruhestand eingetreten.

Seit 1971 war Witte überwiegend in den Wäldern rund um Einemhof / Kirchgellersen eingesetzt und hat durch seine Arbeit das Gesicht des von ihm bewirtschafteten Waldes entscheidend geprägt. In seinem „Einemhofer Wald“ hat er in dieser Zeit ein Stück Forstgeschichte erlebt und aktiv gestaltet. Ohne dass Witte seinen geliebten „Einemhofer Wald“ aufgeben musste, wechselte die Zuständigkeit für dieses Waldgebiet viermal. „Erst gehörte das Revier zum ehemaligen Klosterforstamt Lüneburg, durch Flächentausch war dann ab 1980 das frühere Staatliche Forstamt Busschewald zuständig. Der Einemhofer Teil wurde später reformbedingt dem einstigen Staatlichen Forstamt Rosengarten zugeschlagen. Heute werden die Wälder rund um Einemhof vom Niedersächsischen Forstamt Sellhorn bewirtschaftet. In der Zeit habe ich viele Forstleute kommen und gehen sehen, aber eine Person möchte ich besonders hervorheben, Horst Eckart. Mit dem ehemaligen Revierförster von Einemhof habe ich immerhin 36 Jahre lang zusammengearbeitet“, erklärt Witte zum Abschied etwas wehmütig.

Witte hat sich nach seiner Ausbildung zum Waldfacharbeiter stets fortgebildet. Er hat durch sein Engagement die Arbeitsverfahren in der Waldarbeit ständig dem neusten Stand der Technik angepasst und weiterentwickelt. So war es nur logisch, dass er 1983 den Lehrgang zum Forstwirtschaftsmeister belegte und erfolgreich abgeschlossen hat. Als betrieblicher Meister war er stets im ganzen Forstamt gefragt. Sechs Jahre lang hat er junge Leute zu Forstwirten ausgebildet. 

Wittes hohe soziale Kompetenz hat dazu geführt, dass er 25 Jahre lang dem örtlichen Personalrat und seit 2005 dem Gesamtpersonalrat der Niedersächsischen Landesforsten angehörte. In dieser Funktion setzte er sich sehr für die Belange seiner Berufskollegen ein.

Im Rahmen einer Feierstunde verabschiedeten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forstamtes Sellhorn von dem beliebten Kollegen. „Günter Witte wird uns stets in Erinnerung bleiben mit seiner freundlichen Art und seinem Geschick auch unangenehme Dinge auf unnachahmlicher Art auf Plattdeutsch anzusprechen und dabei immer sachlich zu bleiben“ betont Peter Wendt, Leiter des Forstamtes Sellhorn in seiner Laudatio.