Heidekreis (ots) - Für die Polizeidirektion Lüneburg steht die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in unserer Region an erster Stelle. Die Polizei wird auch in dieser besonderen Situation rund um die Uhr als verlässlicher Ansprechpartner erreichbar sein. Zum gegenseitigen Schutz sowie zur Eindämmung des Virus Covid-19 hat die Polizeidirektion Lüneburg eine Vielzahl von Maßnahmen getroffen, um die Einsatzbereitschaft jederzeit gewährleisten zu können. "Die Einsatzbereitschaft und Ansprechbarkeit der Polizei hat zu jedem Zeitpunkt oberste Priorität und ist rund um die Uhr sichergestellt", sagt Thomas Ring, Polizeipräsident der Polizeidirektion Lüneburg. "Ganz Deutschland befindet sich in einer einmaligen und historischen Ausnahmesituation, in der es umso wichtiger ist, dass wir entschlossen miteinander reagieren. Ich appelliere darum eindringlich an die Vernunft und die Verantwortung aller Bürgerinnen und Bürger. Bitte halten Sie sich an die veröffentlichten Allgemeinverfügungen der Landkreise, nur so können wir alle gemeinsam die weitere Ausbreitung von Covid-19 verlangsamen!"

Im Sinne eines verantwortungsbewussten Umgangs mit dem Corona-Virus hat die Polizeidirektion Lüneburg, bei der rund 2800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind, unter anderem folgende Maßnahmen eingeleitet:

- Ein angemessener Anteil der Mitarbeitenden wurde im Rahmen einer Containmentstrategie in Home-Office-Arbeitsplätze und Ähnlichem verlegt, um auch im Fall weiter um sich greifender Ansteckungen auf gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückgreifen zu können.

- Im Operativen Bereich ist das Schichtsystem angepasst worden, um stets flexibel und lageangepasst handeln zu können. Darüber hinaus wurden Home-Arbeitsplätze eingerichtet, um die Ansteckungsgefahr der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter untereinander zu reduzieren.

- Bei Einsätzen in größeren Menschenmengen wird neben den allgemeinen Handlungsanweisungen zur Körperhygiene (insbesondere regelmäßiges und intensives Händereinigen) - soweit einsatzbedingt möglich - gegenüber Personen ein Sicherheitsabstand von ca. 1,5 Metern eingehalten. In besonders begründeten Fällen besteht die Möglichkeit des Anlegens von Schutzausrüstung.

- Polizeibeamtinnen und -beamte, die sich in aktuell oder zwischenzeitlich eingestuften Risikogebieten aufgehalten haben, sind vor Dienstantritt verpflichtet, sich fernmündlich oder in elektronischer Form bei ihrer Dienststelle zu melden und diese entsprechend zu informieren.

- Interne und externe Veranstaltungen sowie Fortbildungen sind bis auf weiteres abgesagt worden. Dies betrifft auch das Dienstsportangebot der Polizei. Besprechungen werden auf das Nötigste reduziert und möglichst in Form von Video- und Telefonschaltkonferenzen durchgeführt. Dienstreisen werden nur durchgeführt, soweit sie für die Aufgabenerfüllung zwingend erforderlich sind und die Art des Dienstgeschäftes nicht auf andere Weise erledigt werden kann.

- Sowohl auf Behördenebene als auch in den einzelnen Inspektionen wurden Koordinierungsgruppen zum Umgang mit dem Corona-Virus eingerichtet.

Bei der Verbreitung von Informationen oder Behauptungen in den sozialen Medien ist der Quellenursprung unbedingt zu beachten. Die Polizei warnt eindringlich davor, sogenannte "Fake-News" zu verbreiten, die Panik, Hamsterkäufe und Konflikte auslösen können.

Seit gestern unterstützt die Polizei Niedersachsen die Kommunen bei der konsequenten Durchsetzung ihrer in Kraft getretenen Allgemeinverfügungen für den öffentlichen Raum. Hierzu werden die Polizeidienststellen vor Ort gemeinsam mit den Kommunen das richtige Maß für notwendige Kontroll- und Streifentätigkeiten finden, um die weitere Ausbreitung der Ansteckung wirksam zu unterbinden.

"Die Polizei und die kommunalen Ordnungsdienste werden mit aller Konsequenz für die Durchsetzung der geltenden Allgemeinverfügungen sorgen. Jeder, der dagegen verstößt, gefährdet sich selbst und andere", so der Polizeipräsident der Polizeidirektion Lüneburg.

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