Klingbeil zum Dethlinger Teich: Zügige Sanierung muss Ziel sein

Politik Von Extern | am Do., 13.02.2020 - 17:24

MUNSTER. Nach dem Start der Probebohrungen am Dethlinger Teich im vergangenen Jahr zeigte sich für den heimischen Bundestagsabgeordneten Lars Klingbeil schnell, dass es richtig war, die Bergung der südlich von Munster nach dem Zweiten Weltkrieg versenkten Kampfstoffe endlich anzugehen. „Ich bin überzeugt davon, dass es der richtige Schritt war, mit den Probebohrungen am Dethlinger Teich zu beginnen“, machte der SPD-Politiker deutlich. Nach Abschluss der Beprobung müsse die Sanierung der Altlasten das Ziel sein, so Klingbeil. Er sehe dafür vor allem den Bund in der Verantwortung.    

Derzeit laufen allerdings noch die Probebohrungen, die vom Land Niedersachsen finanziert werden. „Ich bin dem Land und Olaf Lies als zuständigen Umweltminister in Niedersachsen für die schnelle und umfassende Unterstützung sehr dankbar. Nur dadurch kann die Beprobung ausreichend finanziert und zum Abschluss gebracht werden“, unterstrich Klingbeil und ergänzte: „Der Landkreis Heidekreis darf mit dieser Herausforderung nicht alleine gelassen werden.“ 

Nach den bisherigen Probebohrungen und den dabei gemachten Munitionsfunden sei für Klingbeil völlig klar, dass auch eine Sanierung der Altlasten stattfinden müsse. „Diese Sanierung muss zügig passieren“, so Klingbeil. „Die Verantwortung dafür sehe ich beim Bund.“ 

Klingbeil fordert schnelle Unterstützung des Bundes
Der Bundestagsabgeordnete aus Munster hatte deshalb bereits Ende vergangenen Jahres Gespräche mit den Staatssekretären aus verschiedenen Bundesministerien (Umwelt- und Naturschutz, Verteidigung, Finanzen sowie Inneres und Heimat) initiiert, damit es bei einer Sanierung schnell und unkompliziert zu einer Unterstützung seitens des Bundes kommen kann. „Alle Beteiligten haben die großen Herausforderungen, die beim Dethlinger Teich vor uns liegen, verstanden. Mir ist wichtig, dass wir nach dem Ende der Probebohrungen nicht in einen langen, bürokratischen Prozess kommen, sondern unverzüglich mit den Sanierungen beginnen können. Deswegen mache ich schon jetzt Druck“, betonte Klingbeil. 

Der Staatssekretär bei der Bundesverteidigungsministerin, Dr. Peter Tauber, teilte Klingbeil mit, dass sein Haus den Landkreis sowohl bei der Einbindung der Leitstelle des Bundes für Kampfmittelräumung als auch bei weiteren Fragestellungen unterstützten werde. Zudem sei der Vertrag zwischen dem Landkreis und der Gesellschaft zur Entsorgung von chemischen Kampfstoffen und Rüstungsaltlasten (GEKA) inzwischen verlängert worden, sodass die GEKA unterbrechungsfrei Leistungen im Rahmen der Probeöffnung erbringen könne. Auch über eine finanzielle Unterstützung des Bundes sprach der SPD-Politiker aus Munster mit den Vertretern der Ministerien. Sobald er konkrete Zusagen bekomme, werde er darüber informieren, kündigte Klingbeil an.