„Nichts ist so beständig wie der Wandel“ – 21 examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger:innen wurden im Bildungszentrum für Pflege gefeiert

Medizin Von Extern | am Do., 26.08.2021 - 10:39

WALSRODEEigentlich sollte in der Stadtkirche Walsrode, gemeinsam mit Familien und Stationsleitungen des Heidekreis-Klinikums gefeiert werden, aber dann „schlug“ Covid-19 zu: Auch dieses Jahr fiel die große Examensfeier für die Azubis des Bildungszentrums für Pflege (BZP) aus. Stattdessen wurde in einem ganz kleinen Rahmen direkt in der Schule gefeiert.

„Gut, dass wir dort so schöne Räumlichkeiten haben,“ so Schulleiterin Ulrike Kempe, die sich, wie die 21 – nun examinierten - Frauen und Männer, auch auf eine größere Feier gefreut hatte. Pflegedirektorin Meike Heins stellte in ihrer Ansprache fest, dass Heraklit von Ephesus – er lebte von 535 bis 475 vor Christus – schon wusste: „Nichts ist so beständig wie der Wandel.“ Die „zerplatzte“ große Feier wäre ein gutes Beispiel, denn „bei aller Enttäuschung über so eine Änderung steht sie dafür, was Sie in Ihrem weiteren Leben immer wieder erfahren werden: Pläne werden entworfen, sind dann aber an die tatsächlichen Gegebenheiten anzupassen.“ Auch auf den Beruf Gesundheits- und Krankenpfleger:in, bzw. nun Pflegefachfrau/ Pflegefachmann genannt, sei dieses Zitat übertragbar: „In Ihrer Weiterbildung haben Sie gelernt, wie eine gute Pflegeplanung erfolgt. Doch der Fortgang der Pflege muss jeden Tag neu an den tatsächlichen Zustand unserer Patient:innen angepasst werden.“

Die Auszubildende der Jahrgänge 09/18 (in Vollzeit) und 3/18 (in Teilzeit) haben drei schriftliche, drei mündliche und eine praktische Prüfung absolviert. Boris Setzkorn, Lehrer und Mentor des Weiterbildungsjahrgangs 9/18 ist stolz: „12 x wurde die Note 1 vergeben. Besonders hervorzuheben sind die Leistungen von Jana Jürgens und Mohammad Basir Mohammadi. Er kam 2016 als geflüchteter Minderjähriger aus Afghanistan nach Deutschland. Beide haben die schriftlichen Prüfungen mit der Note 2, sowie die mündliche und die praktische Prüfung jeweils mit der Note 1 abgeschlossen.“

Schulleiterin Ulrike Kempe sprach in ihrer Abschlussrede von dem Gleichnis von der Stillung des Sturms. In diesem Gleichnis ruderten die Jünger mit Jesus über einen See ans andere Ufer. „Wir saßen auch gemeinsam in einem Boot: Sie als Auszubildende, wir als Lehrende. Wer bestimmte den Kurs? Wer hielt mit dem Ruder das Boot in Bewegung? Wer plagte sich mit Wasserschöpfen und dem Lösen der immer neu eindringenden Probleme? Wer träumte nur einem glücklichen Abschluss der Reise entgegen? Wir mussten gemeinsam durch den ein oder anderen Sturm hindurch. Und heute läuft unser Boot in den Hafen ein. Ab heute begeben Sie sich auf eine neue Reise: Denken Sie an alle Erfahrungen, die Sie auf unserer Reise gemacht haben. Sie werden Sie – mit Gottes Hilfe – gut durch Ihr Leben segeln.“

Da ist er wieder „der Wandel“, die Veränderung. Meike Heins: „Sie werden Fort- und Weiterbildungen erfolgreich abschließen, dadurch neue Eindrücke gewinnen, die Ihre Arbeit am Patienten, die Abläufe und Arbeitsmethoden immer weiterentwickeln und verändern werden. Wir haben den schönsten und aufregendsten Beruf, den ich mir vorstellen kann. Langeweile wird es nicht geben, da wir mit Menschen, unseren Patienten, arbeiten dürfen.“

Herzlichen Glückwunsch an:

Klasse 9/18 und 3/18 aus den Klassen in Voll- und Teilzeit:

  • Luca Arian Berger
  • Julia Daubert
  • Kim-Lara Dierking
  • Jana Jürgens
  • Sabine Liese
  • Mohammad Basir Mohammadi
  • Anna Katharina Müller
  • Maira Naumann
  • Dunia Özdemir
  • Nina Reichenbach
  • Lina Schenk
  • Theresa Schröder
  • Natalja Schwagerus
  • Nina Anette Steuer
  • Selda Toluk
  • Natalia Volosowitsch
  • Sophie Wiebe

Und natürlich auch an:

  • Meike Achenbach (MediClin Soltau)
  • Isabel Block (Klinik Fallingbostel)
  • Josefin Bostelmann (Klinik Fallingbostel)
  • Mamadou Dao (MediClin Soltau)

Die besten Azubis: (vlnr) Mohammad Basir Mohammadi, Dunia Özdemir und Anna Katharina Müller. (Es fehlt: Jana Jürgens)