Aktionsbündnis gegen Gasbohren überreicht 12.000 Unterschriften

Wirtschaft Von Redaktion | am Mi., 03.07.2019 - 21:31

DORFMARK. Mit einer Demonstration, die von der A 7 bis in die Dorfmitte am Hotel „Deutsches Haus“ reichte, bestehend aus den Landwirten dieser Region, Transparenten, Holz-Bohrtürmen und Schildern sowie Hunderten von Bürgern ist heute Niedersachsens stellvertretender Ministerpräsident Dr. Bernd Althusmann begrüßt worden.
Die Menschen an der Hauptstraße forderten in Sprechchören von der Politik, geplante Probebohrungen rund um Dorfmark, Oerbke, Bad Fallingbostel und Visselhövede nicht zuzulassen und auf das Bergamt entsprechend einzuwirken. „Wir wollen keine Bohrungen“, hieß es immer wieder auch von Kindern und Jugendlichen. Das Aktionsbündnis gegen Gasbohren überreichte dem Minister am Eingang des Hotels eine Liste von 12.000 Unterschriften von Bohrgegnern. Es folgte eine Informationsveranstaltung, an der nicht nur Bürger, sondern auch eine Reihe von verantwortlichen Ministerien sowie die Landtagsabgeordneten teilnahmen.

„Es wird kein Stop der Erdgasförderung in unserem Land geben“, machte der Minister deutlich, der aber auch ankündigte, dass es in Kürze in allen betroffenen Städten und Gemeinden Bürgersprechstunden mit dem Bergamt geben werde. Der Minister versicherte, dass es keine Bohrungen in ausgewiesenen Trinkwassergebieten geben werde. Zum Fall Bothel sagte Althusmann, dass hier eine neue Untersuchung stattfinden werde. Hier hatte es rund um das Erdgasfeld eine erhöhte Anzahl von Krebserkrankungen gegeben. Die Ursache ist bis heute ungeklärt.