Projekt Impfstelle Munster – es kommt auf die Kommunikation an

Medizin Von Extern | am Mo., 21.06.2021 - 15:55

MUNSTER. „Unser gemeinsames Ziel aller Kräfte in der Impfstelle ist es, Menschenleben zu schützen sowie die Streitkräfte einsatzbereit zu halten und nicht, Urlaubsträume zu verwirklichen“, betonte Hauptmann Svenja Glasewald, die zusammen mit Oberleutnant Teresa Carmon für die Impfstelle des Sanitätsunterstützungszentrums (SanUstgZ) Munster am Bundeswehrstandort Munster auf dem Gelände der Panzertruppenschule verantwortlich ist. Beide Offiziere koordinieren im Grundbetrieb das Betriebliche Gesundheitsmanagement im Sanitätsversorgungszentrum Munster und wurden kurz vor Ostern durch das SanUstgZ Munster beauftragt, eine Impfstelle im Standort aufzubauen. Nachdem zunächst die Räumlichkeiten der örtlichen Arztgruppe in der Kaserne Panzertruppenschule für eine Impfstraße genutzt wurden, war schnell klar, dass diese Kapazitäten nicht ausreichen würden, sobald die Impfkampagne Fahrt aufnehmen würde. So wurde rasch die alte Sporthalle in der Kaserne so hergerichtet, dass nun täglich bis zu 500 Personen geimpft werden könnten. Seit dem 26. Mai arbeitet dort ein Team von Soldaten und Zivilbeschäftigten, um in bis zu sechs Impfstrecken nicht nur Angehörige der Bundeswehr, sondern auch Angehörige weiterer Dienststellen auch außerhalb der Bundeswehr zu impfen.

Impfstoff nach den Vorgaben aufteilen

„Unsere Aufgabe besteht unter anderem darin, den vorhandenen Impfstoff für den Standort gemäß der Impfverordnung so zu verimpfen, dass auch die Zweitdosen gesichert sind“, unterstrich Hauptmann Glasewald. Sie ergänzte, dass bis Anfang Juni bereits 4.000 Impfungen, davon auch für 1.500 Personen außerhalb der Bundeswehr, vorgenommen wurden. Glasewald betonte weiterhin, dass sich Soldaten durchaus auch in den Impfzentren der jeweiligen Landkreise oder viele Zivilbeschäftigte der Bundeswehr sich beim Hausarzt haben impfen lassen. „Wir freuen uns sehr, mit unserem Team die Bundeswehr nicht nur dienstfähig zu erhalten, sondern darüber hinaus auch einen Beitrag zum gesamtgesellschaftlichen Gesundheitsschutz leisten zu können."

Kommunikation ist das A und O

Oberst Jesko Peldszus, Kasernenkommandant und im Auftrag des Standortältesten Munster koordinierend mit Bezug auf das Impfen tätig, kommt es bei der Impfkampagne auf die Kommunikation an. „Besonders in der Anfangsphase des Betriebs der Impfstelle war es wichtig, allen Vertretern der Verbände den Hintergrund sowie die Arbeitsabläufe der Impfstelle zu verdeutlichen. Die Einrichtung einer Webex-basierten Koordinierungsbesprechung auf Standortebene hat sich dabei bewährt. Das Lagebild wurde rasch klarer. Die Absicht und die Umsetzung können so unmittelbar weitergegeben werden und auch Fragen können sofort an die Verantwortlichen gerichtet werden“, betonte Oberst Peldszus. Zusätzlich zeigt sich auch der Leiter des ‚Bereichs Unterstützung‘ der Panzertruppenschule, Oberstleutnant Christian Wichmann, über das Engagement der Angehörigen des Sanitätsdienstes wie auch der Unterstützungskräfte aus seinem Bereich sehr zufrieden. „Am Ende sind es die Menschen, die das Projekt zum Erfolg führen. So auch hier, vom Unterstützungszugführer bis hin zu den Soldaten im Empfangszelt oder den Kraftfahrern des Shuttle-Service zur Peter-Bamm-Kaserne unterstützen alle dieses Projekt in der Impfstelle Munster nach Kräften!“, sagte der Oberst abschließend.