Foto: cmnaumann / stock.adobe.com

In Deutschland ist erstmals seit 2009 wieder die Blauzungenkrankheit ausgebrochen. Besonders betroffen seien Rinder und Schafe, aber auch Ziegen und andere Wiederkäuer können infiziert werden. Für den Menschen sei der Erreger nicht gefährlich.

Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium empfiehlt daher dringend die Impfung der Tiere, um diese wirksam zu schützen. In einer soeben veröffentlichten Mitteilung heißt es, unzensiert und unkommentiert:

Eine Impfung von Wiederkäuern sollte spätestens vor dem Weideaustrieb durchgeführt werden. Tiere mit wirksamem Impfschutz können im Falle einer Betroffenheit Niedersachsens aus Restriktionszonen gehandelt werden.

In Baden-Württemberg ist im Kreis Rastatt am 12. Dezember 2018 der Ausbruch der Blauzungenkrankheit in einem Rinderhaltungsbetrieb amtlich festgestellt worden. Die Infektion wurde im Rahmen eines Monitorings diagnostiziert. Das nationale Referenzlabor für Blauzungenkrankheit des Friedrich-Loeffler-Institutes hat bei Rindern das Blauzungenvirus Serotyp 8 festgestellt. Im betreffenden Tierbestand wurden keine Krankheitserscheinungen festgestellt. Von der um den Ausbruchsbetrieb eingerichteten Restriktionszone von 150 Kilometern sind die Länder Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland betroffen.

Deutschland hat nun den seit 2012 bestehenden Status „frei von der Blauzungenkrankheit“ verloren. Infolgedessen ist mit Handelsrestriktionen zu rechnen, die gegebenenfalls auch den Drittlandhandel betreffen. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) prüft derzeit bilaterale Abkommen mit wichtigen Handelspartnern, um den Kälberhandel weiter zu ermöglichen.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!

Ich akzeptiere

Please enter your name here