Forstamt Rotenburg baut Schwarzdecken zurück - Wegesperrungen unerlässlich

Umwelt Von Extern | am Mi., 21.07.2021 - 14:41

BAD FALLINGBOSTEL. Das Niedersächsische Forstamt Rotenburg trennt sich von alten unbelasteten aber schadhaften Asphaltstraßen im Wald. In der Revierförsterei Spange wird der Wümmeweg und in der Revierförsterei Fallingbostel die Teerstraße saniert. Insgesamt werden bisher asphaltierte Waldwege auf einer Gesamtlänge von 2600 Metern instandgesetzt. Die Sanierungsarbeiten beginnen zeitgleich am 26. Juli. Die Bauzeit beträgt etwa drei Wochen.

Die Asphaltfahrbahnen werden durchgefräst, das alte, schadstofffreie Material wird als Unterbau an Ort und Stelle belassen und profiliert. Anschließend wird dieser Unterbau mit einem Mineralgemisch mit unterschiedlicher Körnungsgröße überbaut. Diese sogenannte wassergebundene Bauweise hat den Vorteil, dass sich das Wegebaumaterial sehr gut miteinander verzahnt und dadurch sehr fest wird, sich aber trotzdem leicht wieder instand setzen lässt. Ziel ist es die beiden alten Asphaltstraßen in naturnahe und trotzdem ganzjährig befahrbare Waldwege umzuwandeln.

"Die wassergebundenen Schotterwege sind ökologisch zuträglicher und in der Unterhaltung günstiger, trotzdem eignen sich diese Wege bei Verwendung von nicht zu groben, fein abgestuftem Material sehr gut für die Benutzung durch Radfahrer und Spaziergänger, darauf werde ich besonders bei der Sanierung des Wümmeweges achten“, begründet Carsten Mönkemeyer die Entscheidung für den Schotterbelag.

Der Wegebauspezialist der Landesforsten aus dem Forstamt Seesen berät seine Kollegen vor Ort bei der Wahl für die geeignete Sanierung.

Laut Mönkemeyer müssen Waldbesucher mit Einschränkungen während der Forstwegearbeiten rechnen. Die Wege werden mit Sperrbanner und „Durchfahrt verboten Schildern“ abgesperrt. Zusätzlich werden Hinweistafeln aufgehängt, um Wanderer und Radfahrer zu informieren. Spaziergänger, Jogger und Radfahrer sollten auch einen stark erhöhten Lkw-Verkehr einplanen. Er bittet um Verständnis und appelliert an die Erholungssuchenden, abgesperrte Wege nicht zu benutzen.

Betroffen sind zwei Waldgebiete des Niedersächsischen Forstamtes Rotenburg im Landkreis Heidekreis und Rotenburg: Im Bereich der Revierförsterei Spange wird der Wümmeweg, auf einer Länge von 2000 Metern saniert. Der Wümmeweg führt vom Forstamtsgebäude Rotenburg in Richtung Westen. In der Revierförsterei Fallingbostel wird die Teerstraße mit einer Gesamtlänge von 600 Metern bearbeitet. Die Teerstraße führt durch den Wald von der L 161 Richtung Fulde zur K 130.

Bei der Sanierung der beiden alten Asphaltstraßen auf etwa 2600 Meter Länge wird insgesamt 1300 Tonnen neues Wegebaumaterial eingebaut.