HANNOVER. Der land- und forstwirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Hermann Grupe, fordert größere Anstrengungen, um die niedersächsischen Wälder zu schützen und die bereits vorhandenen Schäden zu beheben. „Die Situation ist absolut dramatisch. Wir müssen ganz neu denken, um die massiven Schäden in den Wäldern zu beseitigen und sie besser vor den Folgen von Klimawandel und Trockenheit zu schützen“, so Grupe. Die Politik stehe jetzt vor der Aufgabe, eine funktionierende Umwaldung und Aufforstung zu erreichen. Es brauche tragfähige wissenschaftliche Erkenntnisse darüber, welche Baumarten in welcher Kombination und an welchen Standorten den veränderten klimatischen Bedingungen standhalten könnten. „Die finanziellen Mittel, die die Große Koalition zum Schutz der Wälder in den Haushalt 2020 eingestellt hat, reichen bei Weitem nicht. Die Schäden bewegen sich bereits jetzt im Bereich von einigen hundert Millionen Euro“, fordert der FDP-Politiker.

Wälder seien unverzichtbar im Kampf gegen den Klimawandel, da sie als effektive CO2-Speicher fungierten. „Wir müssen sehr kurzfristig Antworten finden und in Niedersachsen leistungsfähige Wirtschaftswälder erhalten. Die FDP-Fraktion hat dazu zahlreiche konkrete Vorschläge eingereicht, wie eine verstärkte bedarfsgerechte Bodenschutzkalkung, die die Bäume widerstandsfähiger gegen Trockenheit und auch den Borkenkäfer macht. Außerdem brauchen wir schnelle und unbürokratische Hilfen für die Privat-, Kommunal- und Landesforsten“, erklärt Grupe. Klar sei jedoch auch, dass Niedersachsen nicht die Lunge der Erde ersetzen könne. Daher sei ein weltweites Engagement nötig, sei es im Rahmen von Entwicklungshilfe oder auch bei internationalen Verträgen.

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