*Aktualisiert* "Keine Masken, Tests und Abstand für Kinder" - Fake-Urteil oder echt?

Gesellschaft Von Peter Fehlhaber | am So., 11.04.2021 - 10:19

WEIMAR. Ein mutmaßliches "Sensationsurteil" sorgt im Netz für Aufsehen. Bisher haben nur "kleine, aber seriöse Medien" wie "news2020" oder "Reitschuster" darüber berichtet, inzwischen ziehen größere wie "Focus" nach und gehen bereits von der Echtheit aus. Das Amtsgericht in Weimar soll Schulen untersagt haben, Masken und Mindestabstände sowie Schnelltests einzuführen. Das mutmaßliche Urteil mit dem "Aktenzeichen Az.: 9 F 148/21" wird auf 178 Seiten begründet. Jedoch gibt es bisher keine amtliche Quelle und Bestätigung seitens des Gerichts. 

Laut "T-Online" habe der stellvertretende Vorsitzende der Linken im Thüringer Landtag, Steffen Dittes, auf Twitter bestätigt, dass die Entscheidung des Gerichts bekannt sei. Aber auf Twitter selbst ist dieser Eintrag derzeit nicht zu finden. Einige Anwälte bestätigen ebenfalls auf Twitter, dass der Beschluss zwar "sicher von einem Juristen stammt, die Ausführungen und der Stil für einen Richter aber eher untypisch sind. Außerdem entscheiden Richter niemals für Personen (in diesem Fall für weitere Kinder), die nicht Gegenstand des Verfahrens sind."

Sollte sich das Urteil bewahrheiten, wäre es in der Tat eine "Sensation" und würde die Corona-Politik insgesamt auf den Kopf stellen. Wir bleiben dran und halten Sie auf dem Laufenden. 

*NACHTRAG*

Inzwischen bestätigt das Bildungsministerium: Das Urteil ist echt - siehe Verlinkung. 
 

 

*Aktualisiert* Beschluss: Keine Masken, Abstand und Tests für Schüler

WEIMAR. Am 8. April 2021 hat das Familiengericht Weimar in einem Eilverfahren (Az.: 9 F 148/21) beschlossen, dass es zwei Weimarer Schulen mit sofortiger Wirkung verboten ist, den Schülerinnen und Schüler vorzuschreiben, Mund-Nasen-Bedeckungen aller Art (insbesondere qualifizierte Masken wie FFP2-Masken) zu tragen, AHA-Mindestabstände einzuhalten und/oder an SARS-CoV-2-Schnelltests teilzunehmen