Klingbeil und Peters vereinbaren enge Zusammenarbeit für Wietzendorf

Politik Von Extern | am So., 01.11.2020 - 18:01

WIETZENDORF. Der heimische Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil und der Bürgermeister der Gemeinde Wietzendorf, Jörg Peters, haben sich vor dem November-Lockdown im Rathaus ausgetauscht. Bei dem Gespräch der beiden Mandatsträger, an dem auch Hans-Heinrich Brüggemann vom SPD-Ortsverein Wietzendorf teilnahm, ging es um die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die ca. 4.000 Einwohner starke Gemeinde und um kommunale Projekte.

Bei der Amtsübernahme von Peters im vergangenen November war noch nicht abzusehen, dass der Gemeinde Wietzendorf wie anderen Gemeinden auch aufgrund der Corona-Pandemie große Teile der Gewerbesteuer wegbrechen würden. Das stellt die Kommune aktuell vor große Herausforderungen, weil durch die Gewerbesteuer Einnahmen für Bereiche des öffentlichen Lebens wegfallen. Klingbeil dazu: „Durch die Gewerbesteuer werden in den Kommunen zum Beispiel Schwimmbäder, Sporthallen und Bibliotheken finanziert, also die Orte, die für die Bürgerinnen und Bürger im Alltag und für den Zusammenhalt wichtig sind. Wir lassen die Kommunen jetzt nicht alleine: Der Bund wird die Einbußen gemeinsam mit den Ländern ausgleichen, damit die Wirtschaft wieder in Schwung kommt und gute Arbeit sowie eine hohe Lebensqualität gesichert ist.“ Darüber hinaus übernehme der Bund auch einen höheren Anteil bei den Kosten der Unterkunft in der Grundsicherung. Klingbeil bot an, bei den Herausforderungen um die kommunale Finanzlage jederzeit ansprechbar zu sein.

Kita-Neubau, Tourismus und ÖPNV
Schon im Wahlkampf setzte Peters darauf, Wietzendorf als Familienzentrum stark machen zu wollen und den Tourismus in der Gemeinde zu fördern. Nun sprachen Klingbeil und Peters über den Plan für einen Kita-Neubau in der Gemeinde sowie die Bestrebungen, auf lange Sicht mehr Touristinnen und Touristen anzulocken. Darüber hinaus ging es darum, wie man den öffentlichen Personennahverkehr auch für ältere Menschen attraktiver machen könne. Klingbeil berichtete von den Erfahrungen mit einem Anrufsammeltaxi in einer anderen Gemeinde seines Wahlkreises.

Klingbeil bei Förderbedarf ansprechbar
Der Bundestagsabgeordnete verdeutlichte in Wietzendorf, dass sich die kommunalen Vertreterinnen und Vertreter bei einem Förderbedarf für die Kommune an ihn wenden können. „In meiner Tätigkeit als Abgeordneter für den Heidekreis und den Landkreis Rotenburg haben sich in den vergangenen Jahren immer wieder Bürgermeisterinnen und Bürgermeister bei mir gemeldet, denen ich daraufhin spürbar helfen konnte,“ so Klingbeil, der ergänzt: „Die aktuelle Lage wird zwangsläufig finanzielle und langfristige Folgen für Kommunen haben, weswegen mir der intensive Austausch mit den Kommunen in meiner Heimat und die Möglichkeit auf konkrete Hilfe so wichtig sind. Mit jeder Anfrage an mich können wir möglichen Förderungen einen Schritt näherkommen.“