Moor in der Schotenheide von Bäumen befreit

Umwelt Von Extern | am Mo., 27.01.2020 - 14:28

AHLDEN. In einer gemeinsamen Aktion wurden wertvolle Kernbereiche des „Moores in der Schotenheide“ von Kiefernaufwuchs und der einwandernden Kulturheidelbeere befreit. Beteiligt an dieser Entkusselungs-Aktion waren Akteure von den Niedersächsischen Landesforsten, der Unteren Naturschutzbehörde des Heidekreises, des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM) und der Niedersächsischen Arbeitsgemeinschaft Moore. 

Das „Moor in der Schotenheide“ liegt in der zu den Niedersächsischen Landesforsten gehörenden Revierförsterei Ahlden. Umrahmt von alten knorrigen Kiefer stellt es ein Juwel für den Naturschutz dar. In dem nur von Regenwasser gespeisten Hochmoor prägen verschiedene fleischfressende Sonnentauarten, Wollgras, Rosmarinheide, Moosbeere, Moorheidelbeere und Glockenheide die Flora der Kernzone. Zur Paarungszeit der Libellen geht es hier wie auf einem Großflughafen zu, 13 verschieden Libellen-Arten konnten hier schon kartiert werden. 

Bedingt durch die Trockenheit der vergangenen Jahre und die dadurch schwindenden Wasserstände, konnten viele Bäume und andere, für das Moor eigentlich untypische Pflanzen das Moor besiedeln. Im Zuge periodisch wiederkehrender Pflegemaßnahmen, sogenannter Entkusselungen, werden Bäume abgesägt oder, wenn sie noch nicht allzu sehr verwurzelt sind, herausgezogen. Auch andere Pflanzen, die nicht zur typischen Moorvegetation zählen, werden dabei entfernt. Damit es nicht zu einer Nährstoffanreicherung des Moores kommt, müssen der Baumschnitt und andere anfallende Pflanzenreste komplett aus dem Einzugsbereich des Moores herausgetragen werden.