Plattdeutsches Theater in Fulde

Theater Von Extern | am So., 26.01.2020 - 18:33

FULDE. Gestern Nachmittag fand eine Sondervorführung des plattdeutschen Theaterstückes „Kaviar dröppt Currywurst“ für den Sozialverband Walsrode im Gasthaus „Zur Eiche“ in Fulde statt. Nach einem gemeinsamen Kaffeegedeck, welches von der hoch motivierten Dorfjugend serviert wurde, begrüßten Ralf Köhler von der Feuerwehr und Anneliese Heller als Erste Vorsitzende des Sozialverbandes Walsrode die Anwesenden, darunter auch Mitglieder der Ortsverbände Düshorn und Schneverdingen, auf Platt,.

Dann spielten die Laiendarsteller der Freiwilligen Ortsfeuerwehr Fulde vor ausverkauftem Haus auf. Sie überzeugten wieder mit ihrem darstellerischen Können und der sichtbaren Freude am Schauspielen. In der Geschichte mit drei Akten, geschrieben von Winnie Abel und übersetzt von Heino Buerhoop, ging es um Erna Wutschke (Kerstin Bunke), die innerhalb eines Tages ihre heruntergekommene Pinte zu einem Edellokal verwandeln muss. Warum? Weil ihr neureicher Cousin (Veith Kruse) und dessen derzeitige Freundin Heike (Meike Harms) ihren Besuch angekündigt haben, um zu prüfen, ob die finanzielle Investition in das Restaurant gut angelegt ist.

Denn der Cousin leiht seiner Cousine unter Vorspielen falscher Tatsachen seit Jahren Geld für das „gut gehende Edel-Restaurant“ – was eigentlich eine schlecht laufende Eckkneipe mit wenig zahlungskräftigen Stammkunden wie Uwe (Jens Rodewald), Sandy (Steffi Stimming), Gerd Blume (Jörn Schulze) und dem schweigsamen Heinrich (Laurenz Baars) ist. Verkompliziert wird die Story dadurch, dass die Kneipe schon seit Jahren dem Bürgermeister Dieter Dröög (Jens Rodewald), dessen Ehefrau Annabell (Sylvia Hellberg) und der Weinstubenbesitzerin Walli Schoster (Traute von Frieling) ein Dorn im Auge ist. Unter viel Gelächter der Besucher versucht Erna nun mit Unterstützung der Stammgäste, ihre „Stramme Knackwurst“ in ein „Sterne-Lokal“ zu verwandeln. Wie in jedem Jahr zeichnen sich Roswitha Grimm und Angelika Rodewald für die Regie und das Soufflieren (Einflüstern) sowie Christel Herbst und Silke Hartstock für das Schminken verantwortlich. Laurenz Baars und Meike Harms waren erstmalig mit auf der Bühne. 

Wer sich auch noch köstlich amüsieren und erfahren möchte, wie man „Spinat mit Ei“ noch schreiben kann, kann dies an den Sonntagen 26. Januar und 02. Februar um 19:30 Uhr tun.