Foto: Steffen Höntsch

In der Nacht zum Sonntag beginnt es nach jetzigem Stand der Wetterprognosen im Westen zu schneien. Dabei können durchaus ein paar Zentimeter zusammenkommen. Regional droht auch gefrierender Regen mit Glätte.

Für Autofahrer und Fußgänger dürfte der dritte Advent durchaus ungemütlich werden. Ausflüge mit dem Auto zum Weihnachtsmarkt oder Adventsbesuche sollte man – wenn überhaupt – gut überlegt und vorsichtig unternehmen, denn ob nun gefrierender Regen oder Schnee fallen, es wird glatt. „Wenn kalte Polarluft und milde Atlantikluft im Winter über unseren Köpfen um die Vorherrschaft ringen, dann ist eine brisante Mischung vorprogrammiert. Genau dies steht uns am dritten Advent wohl ins Haus“, erklärt Matthias Habel, Meteorologe und Pressesprecher von WetterOnline. In der Nacht zum Sonntag werden laut WetterOnline dann im Westen bis ins Flachland die Flocken rieseln. Die weiße Pracht könne einige Stunden liegen bleiben, bevor Tauwetter einsetzt. Spannend werde es im Westen am Sonntagmorgen. „Dann schiebt sich in der Höhe nämlich wärmere Luft mit Plusgraden über die schwere Kaltluft“, erläutert Habel. Die Folge ist gefrierender Regen mit entsprechender Glätte. Im Tagesverlauf ziehe der Niederschlag unter Abschwächung weiter nach Osten.

Noch sei allerdings nicht sicher, ob die Flocken bereits in der Höhe schmelzen und als gefrierender Regen zu Boden fallen. Auch der zeitliche Ablauf könne sich durchaus noch verschieben. Mit etwas Glück bleibt es im Osten sogar ganz trocken.

Am besten dürfte es sein, das Auto stehen zu lassen. „Sind Fahrten nicht zu vermeiden, gilt es, vor dem Einsteigen die Schuhe abzuklopfen, um das Beschlagen der Scheiben im Innenraum zu vermeiden. Anfahren sollte man bei Schnee im zweiten Gang und dann nur langsam beschleunigen, um ein Durchdrehen der Räder zu verhindern. Kommt der Wagen trotzdem ins Schlingern, hilft es, sofort in einen höheren Gang zu schalten. Dadurch wird die Kraft der Räder verringert und das Fahrzeug stabilisiert sich wieder. Heftiges Gas geben, starkes Bremsen und hastige Lenkbewegungen sind zu unterlassen, um nicht ins Schleudern zu kommen. Bricht das Auto dennoch aus, sollte man auf die Kupplung treten und vorsichtig gegenlenken. Bei Automatik-Fahrzeugen schaltet man in diesem Fall auf ‚Neutral‘. Es empfiehlt sich, bereits vor der Kurve vom Gas zu gehen und gleichmäßig zu lenken sowie höchstens leicht zu bremsen. So verhindert man, dass die Reifen blockieren. Dies ist besonders wichtig bei alten Fahrzeugen ohne Antiblockiersystem (ABS). Vorrausschauendes Fahren ist das A und O, denn auch andere Fahrzeuge können ins Schleudern geraten. Ein Sicherheitsabstand von einer doppelten Autolänge wird empfohlen“, fasst WetterOnline die Ratschläge zum winterlichen Fahren zusammen.

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